Nach Bauteil sortiert, nicht nach Katalog.
Die Einsatzfälle, die uns täglich erreichen — mit der jeweils passenden Systemwahl und den Punkten, die vorher geklärt gehören.
Ein Prinzip, zehn Anwendungen.
Der Wirkmechanismus ist immer derselbe: Millionen mikroskopisch kleiner Hohlkugeln in der Schicht werfen die Wärmestrahlung zurück, statt sie durchzulassen. Was sich unterscheidet, ist das Bauteil — und die Frage, ob die Oberfläche sichtbar bleiben soll.
Jedes System besteht aus zwei Schichten: einer Grundierung, die haftet und ausgleicht, und einer Deckschicht, in der die Sphären sitzen. In der transparenten Ausführung sind beide durchsichtig.

Fassade — das Grundsystem
Der Regelfall an der verputzten Fassade: Grundierung, darauf die Deckschicht mit den Vakuum-Sphären. Die Farbe wählen Sie frei — im bisherigen Ton oder in einem beliebigen NCS-Farbton.
Auf einer intakten Fassade ist das ein Anstrich, der zusätzlich Wärme im Haus hält. Kein Gerüst über Wochen, keine Sohlbänke, keine Anschlüsse zum Nacharbeiten.

Sichtbares Mauerwerk — unverändert
Grundierung und Deckschicht sind hier transparent. Naturstein, Sichtziegel und gegliederte Gründerzeitfassaden behalten ihr Aussehen vollständig.
Das ist der Grund, warum denkmalgeschützte Substanz überhaupt ertüchtigt werden kann. Eine Dämmplatte verschluckt die Gliederung, ein halber Millimeter lässt sie stehen.

Von innen, wenn außen nicht geht
Grundierung und Deckschicht auf der Innenseite der Außenwand. Die Wahl, wenn die Fassade nicht angetastet werden darf — im Reihenhausverband, an der Grundgrenze oder bei fremdem Eigentum an der Hülle.
Ein halber Millimeter kostet keine Wohnfläche. Anschlüsse an Fenster, Steckdosen und Leisten bleiben, wie sie sind.

Sichtziegel innen — sichtbar bleibend
Dieselbe Anwendung innen, in transparenter Ausführung. Für historische Innenwände, Sichtziegel und Gewölbe, bei denen die Oberfläche das Gestaltungsmerkmal ist.
Häufig in Objekten, in denen innen wie außen geschützt ist — und bisher gar nichts möglich war.

Flachdach — gegen die Aufheizung
Zweischichtig auf der Dachfläche. Die Sphären werfen die Strahlung zurück, bevor sie in den Aufbau eindringt. Wirksam vor allem gegen die sommerliche Überwärmung der Räume darunter.
Auf Gewerbe- und Industriebauten abschnittsweise umsetzbar, ohne dass der Betrieb stillsteht.

Kellerdecke — von unten gearbeitet
Aufgetragen an der Unterseite der Kellerdecke. Die Wärme bleibt im Wohnraum darüber, statt in den unbeheizten Keller abzuwandern.
Die Aufbauhöhe ist der entscheidende Punkt: Wo eine Dämmplatte an Rohren, Leitungen und lichter Höhe scheitert, trägt ein halber Millimeter nicht auf.

Bodenflächen — begehbar beschichtet
Grundierung und Deckschicht auf Estrich und Industrieböden. Die Schicht ist begehbar und befahrbar und bremst zugleich den Wärmeabfluss nach unten.
Interessant in Hallen und Gewerbeflächen, wo die Bodenplatte direkt auf dem Erdreich liegt und Heizwärme nach unten verliert.

Holz — die Maserung bleibt
Transparente Ausführung für Holzfassaden. Struktur und Maserung bleiben sichtbar, die Fläche wird zusätzlich vor Witterung geschützt.
Für Objekte, bei denen die Holzoptik das Gestaltungsmerkmal ist — und eine Dämmung von außen genau das zerstören würde.

Behälter, Tanks und Rohrleitungen
Auf gekrümmten Stahlflächen: Tanks, Kessel, Rohrleitungen. Die Beschichtung folgt jeder Form, ohne Blechmantel und ohne Schalen, die zugeschnitten werden müssen.
Ein wesentlicher Nebeneffekt: Unter einer klassischen Dämmschale kann Korrosion unbemerkt fortschreiten. Eine aufgetragene Schicht lässt die Oberfläche sichtbar und prüfbar.

Heiße Anlagen bis 320 Grad
Die Industrieausführung für dauerhaft heiße Bauteile: Kessel, Dampfleitungen, Trockner. Ausgelegt für Oberflächentemperaturen bis 320 °C.
Zwei Wirkungen zugleich: weniger Abstrahlverlust in die Halle — und ein Berührungsschutz an Stellen, an denen bisher nur ein Gitter oder ein Warnschild stand.
Sortiert nach dem, was Sie vor sich haben.
Nicht nach Produktkatalog, sondern nach der Stelle am Gebäude.
| Bauteil | System | Worauf zu achten ist |
|---|---|---|
| Fassade, verputzt | Outside | Untergrund muss tragend sein; jeder NCS-Ton |
| Klinker, Naturstein | Invisible | bleibt transparent, Verband bleibt sichtbar |
| Bestehender Vollwärmeschutz | Outside | bleibt bestehen, Schicht kommt darauf |
| Vorgehängte Fassade | Outside | auf die vorhandene Fassade |
| Innenwand, Raumseite | Inside | kein Raumverlust; Taupunkt prüfen |
| Flachdach | Roof | Bausubstanz bleibt erhalten |
| Trapezblech, Halle | Roof | sommerlicher Hitzeschutz, Betrieb läuft |
| Kellerdecke | Inside-Keller | wo keine Aufbauhöhe möglich ist |
| Holzfassade | Wood | Maserung bleibt sichtbar |
| Rohrleitung, Tank | Thermal Mass 320 | bis 320 °C nach Herstellerangabe |
| Container, Kühlfahrzeug | Industrieanwendung | innen zählt jeder Millimeter |
| Oberste Geschossdecke | Durafloc | sehr gut wirkende Maßnahme |
| Zweischaliges Mauerwerk | Durafloc | Kerndämmung durch Bohrlöcher |
| Decke mit Akustikbedarf | Spritzputz FP 100 | Wärme- und Schallschutz in einem Durchgang |
| Lüftungskanal, Stahlträger | Spritzputz FS 300 | Brandschutzertüchtigung, A1 |
Diese Zuordnung ist eine Orientierung. Welches System an Ihrem Bauteil tatsächlich trägt, entscheidet die Aufnahme vor Ort — vor allem, ob der Untergrund trägt.
Schicken Sie uns das Bauteil, nicht die Frage.
Gebäudeart, Baujahr, betroffenes Bauteil, ungefähre Fläche und ein paar Fotos. Damit sagen wir Ihnen, ob die Aufgabe zu unseren Systemen passt, ob sie zu prüfen ist oder ob ein anderer Weg sinnvoller wäre. Auch die dritte Antwort kommt vor.
Die Ersteinschätzung
Sie bekommen eine von drei Antworten: passt, ist zu prüfen, oder passt nicht. Die dritte kommt vor — und sie kostet Sie nichts.
Bauteil, Baujahr, Fläche, Problem. Fotos helfen mehr als jede Beschreibung.
Passt, ist zu prüfen, oder passt nicht. Ohne Kosten.
Aufbau und Annahmen in Ubakus modelliert. Sie erhalten den Rechenweg.
Auswahl, Detailpunkte und Verarbeitungsfolge schriftlich.
Geschulter Fachbetrieb aus dem Netz, auf Wunsch mit uns bei Baubeginn.
